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Welche Bedeutung haben Social Media Auftritte für Bewerbungen?

Millionen Menschen haben persönliche Profile im Internet. Ob bei Facebook, WhatsApp, Xing, Linkedin oder anderen Portalen. Viele nutzen sie nur privat, andere ausschließlich beruflich – und sehr viele Menschen mischen beide Bereiche, weil sie sich über ihre Zielgruppe kaum Gedanken gemacht haben.

Profile an Zielgruppe ausrichten

Für Bewerbungen sind gedankenlose Profile ein Fehler: zwar ist die private Internetpräsenz nicht Teil der Bewerbung, doch auch Personalverantwortliche können surfen. Viele googlen kurz den Bewerbernamen, und was sie dabei inoffiziell finden, kann ihr Urteil beeinflussen. Das gilt auch für Fotos, Kommentare oder Blogbeiträge.

Social Media speichert Sie auf vielen Kanälen

Oft ist es zum Nachteil, manchmal aber auch zum Vorteil eines Bewerbers. Soziales Engagement oder sportliche Aktivitäten können beispielsweise als Übernahme von Verantwortung, Leistungsbereitschaft oder soziale Kompetenz gewertet werden. Unbedachte Fotos oder leichtfertige Bemerkungen hingegen deuten eher auf geringe soziale Kompetenz und Unreife.

Posten Sie nur, was jeder lesen darf

Der ungebetene Blick des Personalers sollte allerdings nicht dazu führen, sich im Netz zurückzuhalten oder ganz auf Social-Media-Aktivitäten zu verzichten. Ein Bewerber ohne Spuren im Netz fällt ebenfalls als ungewöhnlich auf. Es geht grundsätzlich darum, nur das zu posten, was im Zweifel auch jeder lesen und sehen darf. Privatere Inhalte sollten nur einem ausgewählten Empfängerkreis zugänglich sein.

Xing und Linkedin gezielt gestalten

Spezieller ist es bei Bewerbungsprofilen, die bewusst für Arbeitgeber oder Auftraggeber gestaltet wurden. In Deutschland spielt hier Xing, das Profinetzwerk für Bewerber und Unternehmen die größte Rolle. International ist das Portal Linkedin führend, das auch in Deutschland wahrgenommen wird.

Profi-Profile helfen beim Networking

Wer sich ein oder mehrere solcher Profile anlegt, sollte das mit Bedacht tun. Sie signalisieren seine Professionalität, sein weitergehendes Interesse an der jeweiligen Branche. Zudem verhelfen sie eventuell zu Kontakten, Aufträgen oder Jobangeboten in Zeiten, in denen sich der Betreffende gar nicht beworben hat.

Ein bisschen Privates schadet nicht

Teil dieses professionellen Bewerbungsprofils sollten nicht nur Ausbildung und berufliche Stationen sein. Ein bisschen Privates macht den Bewerber menschlich. Also können Hobbys, Reisen oder Urlaubsfotos auch ins professionelle Profil, - aber auch hier mit Bedacht: Reiten als Hobby wirkt eher dynamisch als Briefmarkensammeln, eine Wüstensafari klingt mehr nach Auslandserfahrung als ein Ballermannfoto. Lassen Sie Fakten und Bilder sprechen, statt sich selbst zu loben. Und unterschätzen Sie die Wirkung guter Bilder nicht, schließlich möchten Sie sich präsentieren.

Bringen Sie alle Profile auf einen Stand

Doch selbst das professionellste Profil nützt nichts, wenn bei Facebook gleichzeitig peinliche Äußerungen und Bilder über Sie zu finden sind. Bringen Sie also Ihre Profile auf einen gemeinsamen Standard und pflegen Sie auch die anderen, wenn Sie eines verändern.

Ihre Posts sollten zu Ihrer Profession passen

Auch ein Facebook-Profil kann professionell sein. Oft hängt es von Ihrem Beruf ab, wie Social-Media-Aktivitäten wirken. In kreativen Branchen erwartet man regelmäßige Posts und Kommentare, bei Geschäftsleuten, Juristen oder Medizinern klingt das eher unseriös. Wer ständig twittert, wirkt wenig diskret und scheint zu viel Zeit zu haben.  

Jobportale nicht vergessen

Und Schließlich gibt es noch die reinen Jobportale wie Monster, Stepstone oder die Jobbörse der Arbeitsagentur. Auch hier können Sie sich ein Profil anlegen, bei dem Privates allerdings keine Rolle mehr spielt. Auch serviceline bietet Ihnen die Möglichkeit, sich mit einer Bewerbung zu registrieren. 

Oft werden solche Profile einmal angelegt und dann vergessen. Überlegen Sie, wo Sie in den vergangenen Jahren Profile hinterlassen haben – vielleicht bei StudiVZ – die sie nicht mehr pflegen oder googlen Sie sich selbst. Löschen sie Jugendsünden, bringen Sie alle Profile auf einen Stand und löschen Sie all jene, die Sie nicht mehr pflegen. Professionelle Informationssammler wie Personalverantwortliche sind oft versierter, als Sie selbst.

Löschen Sie, was nicht mehr gepflegt wird

Auch wenn all das bei Ihrer Bewerbung keine Rolle spielen sollte und im Vorstellungsgespräch nicht erwähnt wird wissen Sie, auch Personaler sind Menschen. Genau wie Ihr späterer Chef interessieren sie sich nicht nur für ihren bereinigten Lebenslauf, sondern für Ihre Persönlichkeit. Genau die sollen Sie zeigen, aber bitte nur von Ihrer vorteilhaften Seite.