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Teamfähigkeit – das gemeinsame Ergebnis ist das Ziel

Teamfähigkeit ist ein Muss im Arbeitsalltag. Keine Bewerbung kommt ohne diese soziale Kompetenz aus. Je harmonischer die Zusammenarbeit, desto besser ist das Arbeitsergebnis. Doch was steckt hinter diesem Soft Skill – sind wir nicht alle ein bisschen teamfähig?

Widersprüchliche Anforderungen in vielen Unternehmen

Es ist zu einfach, Teamfähigkeit Eigenbrötlertum entgegenzustellen. Denn in einem Unternehmen wird meist beides gefordert: Eigenständigkeit und Zusammenarbeit, Konkurrenz und Kooperation. Auch Arbeitsstrukturen, Regeln und Hierarchien fördern nicht immer die Teamfähigkeit. Ein teamfähiger Mitarbeiter nutzt seine individuellen Stärken im Interesse eines gemeinsamen Ergebnisses.

Respekt und Toleranz statt Ego

Dabei steht an erster Stelle Respekt vor den Kollegen, Vorgesetzten und Arbeitsprozessen. Sie dürfen und sollen konstruktiv hinterfragt werden, aber Alleingänge stören die gemeinsame Arbeit. Teamfähigkeit bedeutet, einen engagierten Beitrag zu einem gemeinsamen Ergebnis zu leisten und dabei auch den Kollegen Entfaltungsspielräume zuzugestehen. Dies erfordert Toleranz und Konfliktfähigkeit, denn das Ergebnis ist meist ein Kompromiss aus verschiedenen Ideen.

Konfliktfähigkeit und Kompromissbereitschaft wichtig

Natürlich sollen Sie Ihre Ideen sachlich und engagiert vertreten, aber Sie sollten zwischen der gemeinsamen Aufgabe und Ihrem persönlichen Beitrag trennen können. Das erfordert eine gewisse Frustrationstoleranz. Wenn Sie es persönlich nehmen, sich mit Ihrer Idee nicht durchzusetzen oder ungeduldig über die Dauer einer Entscheidung werden ist es wahrscheinlich, dass Sie anderen Teammitgliedern nicht ausreichend rücksichtsvoll begegnen. Persönliche Vorbehalte oder Verletzungen schwächen aber ein Team und führen zu Arbeitsergebnissen unterhalb seiner Möglichkeiten.

Teamfähigkeit: gemeinsam sind wir stärker

Teamarbeit liegt der Gedanke zu Grunde, dass die Summe der gemeinsamen Fähigkeiten größer ist, als eine Addition arbeitsteilig vorgegebener Handlungen. Nicht jeder Betrieb setzt gleich auf Schwarmintelligenz, in wieweit gemeinsame Lösungen für Anforderungen gesucht werden, variiert mit den verschiedenen Unternehmen. Der Trend geht aber klar zu wachsender Kooperation und flacheren Hierarchien. Denn Mitarbeiter, die nicht nur in einer Funktion gefragt sind, sind zufriedenere und motiviertere Menschen, deren Potentiale bei neuen Herausforderungen nützlich sein können. Damit sie auch unkonventionelle Ideen oder persönlichere Seiten zeigen, ist eine respektvolle, manchmal sogar vertrauensvolle Atmosphäre erforderlich. Erste Schritte sind Geduld, Zuhören, ausreden lassen und Rückfragen.

Fairness und Empathie für ein vertrauensvolles Klima

Natürlich zählen zu Teamfähigkeit auch Freundlichkeit und Spaß, Offenheit, Geradlinigkeit und Disziplin. Gerade weil Arbeitskollegen nicht immer beste Freunde sind, ist ein fairer, verlässlicher Umgang die Voraussetzung für ein funktionierendes Team. Ein empathischer Blick auf die Gruppe hilft, Konflikte zu schlichten, schwächere Mitglieder zu integrieren und den Focus wieder auf das gemeinsame Arbeitsziel zu lenken. Oft gelten Frauen als die besseren Teamplayer, die sich weniger profilieren wollen, doch das muss nicht so sein.

Selbstständigkeit zeigt sich auch in Teamarbeit

Auch in der Teamarbeit zeigen sich übrigens Führungsqualitäten bei der Strukturierung und Integration der Entscheidungsfindung, nicht selten auch bei der Originalität der Ideen. Es ist also nicht erforderlich, sich karriereorientiert auf Kosten der Kollegen zu profilieren. Das Engagement mit den Kollegen für eine optimale Lösung wird auch Vorgesetzten nicht entgehen. Wenn Fairness und konstruktive Beiträge zu Ihrer Beförderung führen, werden das auch Ihre Kollegen anerkennen.

Wie zeigen Sie Teamfähigkeit im Bewerbungsgespräch?

Ein Bewerbungsgespräch ist eine Teamsituation mit unterschiedlichen Rollen. Auch hier gilt es, verbindlich zuzuhören, alle im Auge zu behalten, sachlich, schnell, strukturiert und freundlich zu antworten oder den Ball auch an andere Beteiligte zu spielen. Warten Sie nicht nur auf Fragen, stellen Sie selbst welche und zeigen Sie, wie Sie eine Aufgabe im Team lösen würden. Vielleicht haben Sie auch Beispiele aus ihrer beruflichen Vergangenheit. Zuvor sollten Sie sich über das Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle informiert haben. So können Sie vorsichtige Ideen zu Ihrer künftigen Rolle im Betrieb entwickeln, ohne dabei altklug aufzutreten. Ein Vorstellungsgespräch muss kein Frage-Antwort-Spiel sein. Wenn es ihnen gelingt, den Termin in ein gemeinsames Gespräch zu verwandeln, bleiben Sie den Personalern sicher in Erinnerung.