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Konfliktfähigkeit als soziale Kompetenz für den Job

Wo Menschen zusammenkommen, gibt es unterschiedliche Interessen. Das gilt privat ebenso wie am Arbeitsplatz. In Unternehmen sind allerdings die Methoden nicht immer dieselben, mit denen Konflikte ausgetragen werden. Denn Abhängigkeiten und hierarchische Strukturen führen oft zu kontrollierterem Verhalten, die emotionale Anspannung nimmt dadurch allerdings nicht immer ab. Wo Konflikte nicht gelöst werden, vergiften oft subtile Bemerkungen oder dezentes Mobbing das Arbeitsklima

Kritikfähigkeit ist wichtig für den Unternehmenserfolg

Konfliktfähigkeit ist deshalb eine soziale Kompetenz, die für die Zusammenarbeit in Betrieben häufig wichtiger ist, als die fachliche Kompetenz. Können Sie sich mit den Kollegen nicht austauschen, können unterschiedliche Ideen nicht verbunden werden oder gibt es gar offenkundige Abneigungen, blockiert das das gesamte Team bei der Lösung seiner Aufgaben und belastet nicht selten auch noch das jeweilige Privatleben.

Achtung und Respekt sind Voraussetzung jeder Kommunikation

Anlässe für Unzufriedenheit gibt es in Unternehmen viele: Fremdbestimmung, Ausgrenzung, Konkurrenz, Leistungsdruck, Unzuverlässigkeit, Rücksichtslosigkeit oder subjektive Ungerechtigkeiten. Nicht immer liegt die Ursache für eine gereizte Stimmung im Betrieb. Im Kern sind es aber meist Nichtachtung oder mangelnder Respekt, die Widerspruch und Widerstand auslösen. Weil Konflikte schnell eine persönliche Note bekommen, ist zu allererst der Ton wichtig, in dem nach einer Lösung gesucht wird.

Zu einem Konflikt gehören mindestens zwei Seiten

Zu jedem Konflikt gehören mindestens zwei Wahrheiten. Entsprechend gilt es bei der Konfliktlösung, sowohl den eigenen Anteil an der misslungenen Verständigung zu suchen, als auch eine diplomatische Form, in der das eigene Anliegen beim gegenüber ankommt, ohne dass der sich sofort verschließt.

Ruhe und Sachlichkeit im Ton

Wer sich persönlich angegriffen fühlt – berechtigt oder nicht – schaltet auf Abwehr. Um ihn zu erreichen, muss Ihm Raum gelassen werden, Respekt auch vor der anderen Meinung. Gespräche müssen ruhig und sachlich geführt werden, Ironie, Sarkasmus oder Grimassen sind Gift für die Vertrauensbildung. Hören Sie zu, stellen Sie Fragen, Wiederholen Sie die Argumente des Anderen um zu zeigen, dass Sie sie verstanden haben und bringen Sie dann an der passenden Stelle Ihre begründete Kritik an.

Kleine Probleme lösen sich schneller als Große

Oft ist es hilfreich, ein größeres Problem in einzelne Teilbereiche zu zerlegen, besonders, wenn sich über längere Zeit verschiedene Konflikte angesammelt haben. Nicht selten hilft auch ein neutraler Moderator, der von beiden Seiten freiwillig akzeptiert werden muss. Konfliktlösungsstrategien gibt es viele. Das Soft Skill Konfliktfähigkeit stellt an einen Mitarbeiter zu allererst die Frage: wie gehe ich selbst mit Konflikten um?

Wieviel Kritik vertragen Sie selbst?

Kann ich Kritik ertragen? Kann ich sachlich und persönlich trennen? Kann ich dazu stehen, wenn ich etwas falsch gemacht habe? Kann ich anerkennen, wenn andere Recht haben oder etwas besser können? Kurz, übernehme ich Selbstverantwortung und wie realistisch schätze ich mich ein?

Geht es um Sie oder um die Sache?

Die andere Seite des Soft Skills Kritikfähigkeit ist, wie ich meine Meinung äußere. Natürlich bin ich meist von meinen Ideen überzeugt, es sind schließlich meine Gedanken. Aber überzeugen sie auch andere? Kann ich logisch und sachlich argumentieren? Geht mich das Thema etwas an oder mische ich mich unnötig ein?  Bin ich bereit, Ideen zu verändern, Platz für fremde Argumente zu schaffen? Manchmal übertönen Lautstärke, Phrasen, Fachbegriffe oder einflussreiche Unterstützer, dass eine Position nicht jeden überzeugt. Bleibe ich also auch bei Gegenwind bei meiner Position, oder ist es nur Trotz?

Soft Skill Kritikfähigkeit wird im Bewerbungsgespräch erkannt

Ob Sie ein offener Mensch sind, der Probleme unaufgeregt anspricht, wenn sie auftauchen, der nichts in sich hineinfrisst aber auch nicht über das Ziel hinausschießt, offenbart sich bei einem Bewerbungsgespräch sehr schnell. Ob Sie im Job mit Konfliktfähigkeit punkten können, wissen Sie aber bereits aus Ihrem Privatleben. Und Sie wissen auch, wenn Sie Ihre Konfliktfähigkeit weiter trainieren sollten. Ihr künftiger Arbeitgeber wird es zu schätzen wissen.