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Jobtrends 2017: Darauf achten die Personalverantwortlichen

300 Personalverantwortliche haben die Beratungsgesellschaft Kienbaum Communications und das Staufenbiel Institut für ihre Studie „Jobtrends 2017“ befragt. Sie wollten wissen: wie stehen die Chancen für akademische Berufseinsteiger und worauf achten die Unternehmen in Deutschland.

Erster Check: keine 5 Minuten

Wichtig ist der erste Eindruck einer Bewerbung. Höchstens fünf Minuten investiert ein Personaler bei der ersten Durchsicht in eine Bewerbung. Dabei ist der Lebenslauf wichtiger als das Anschreiben. Er muss klar strukturiert sein, Englischkenntnisse, Praktika und Berufserfahrung sind meist wichtiger als Noten, Auslandserfahrung oder ehrenamtliches Engagement.

82% der Befragten halten ein Bewerbungsfoto nach wie vor für wichtig, anonyme Bewerbungen haben wenig Chancen. Ein kreatives Design und Arbeitsproben spielen eine untergeordnete Rolle.

Minuspunkte: mangelnde Sorgfalt und fragwürdige Netzpräsenz

KO-Kriterien sind fehlerhafte Rechtschreibung, falsche Ansprechpartner im Unternehmen, unerklärte Lücken im Lebenslauf, unprofessionelle oder fehlende Unterlagen.

Etwa 6% der Personaler googlen den Bewerbernamen regelmäßig im Internet, 3% systematisch bei Facebook. Über die Hälfte der Personaler googlet den Bewerber in Einzelfällen nachträglich. Dies führt bei fast 12% der Kandidaten zu Bewerbungsablehnungen.

Praktika führen selten direkt zu Jobs

Die befragten Unternehmen stellten durchschnittlich 59 Praktikanten pro Jahr ein. Über 60% erhielten 500 bis 1.000 €/Monat, die Übrigen den Mindestlohn für ihr Praktikum. Ein festes Jobangebot erhielten weniger als 10% der Praktikanten. Praktika zeigen im Lebenslauf Initiative und Erfahrung, ein direkter Berufseinstig über ein Praktikum ist aber selten.

Soft Skills fast so wichtig wie Qualifikationen

Neben den Fakten von Zeugnissen und Lebenslauf sind Personalverantwortlichen die „Soft Skills“, also die Charaktereigenschaften und sozialen Fähigkeiten der Bewerber besonders wichtig. An erster Stelle rangieren Eigeninitiative und Einsatzbereitschaft, gefolgt von Leistungsbereitschaft, Kommunikations- und Teamfähigkeit. Auch Lernbereitschaft, Verantwortungsbereitschaft und Belastbarkeit sind von Bedeutung.

Einstiegsgehälter ab 40.000 €, über 50% unbefristet

Eine Stellenbesetzung dauert in der Regel 8 bis 16 Wochen, dabei sind bei 87% der Unternehmen 2-3 Auswahlrunden üblich. Kommt es zu einer Einstellung, erhalten mehr als die Hälfte der Bewerber einen unbefristeten Vertrag. Die Einstiegsgehälter bei Akademikern liegen zwischen 40.000 und 50.000 € brutto/Jahr. Etwa 5-10% des Gehalts sind verhandelbar, Gehaltserhöhungen sind bei 75% der Unternehmen nach der Probezeit oder einem Arbeitsjahr möglich.

Als besondere Benefits bieten viele Unternehmen Flexible Arbeitszeiten, Arbeit von Zuhause oder betriebliche Altersvorsorge an. Besonders gefragt sind derzeit Wirtschaftswissenschaftler, Informatiker und Ingenieure.

Auf dem Weg zu einer guten Stelle gilt es zwar manche Hürde zu nehmen, mit Sorgfalt und guter Vorbereitung sind die jedoch nicht unüberwindlich. Schließlich möchten auch die Personaler nicht mehr, als motivierte zuverlässige Menschen, mit denen sie ihr Unternehmen voranbringen können.