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Generation Z ist der Trend, Generation Y die Realität!

Generation Y im Berufsleben

Mit dem soziologischen Begriff der Generation Y oder Millennials werden üblicherweise die Geburtsjahrgänge der 80er Jahre, teilweise auch der beginnenden 90er in Deutschland beschrieben, genauer: die konservative Sozialisierung in der Ära Kohl und der Spätphase Honecker, in der der Mauerfall allenfalls als Kleinkind erlebt wurde. Politische Zäsur in diesem Weltbild ist der Anschlag vom 9. November 2001, der die politischen Koordinaten vom Kalten Krieg nach einer Übergangsphase in den 90er Jahren wieder auf ein klares Feindbild justierte.

Unruhige Kindheit in Ost und West

Der Unterschied durch die Sozialisation in Ost und West fällt bei dieser Generation Y geringer aus als bei den Vorangegangenen. Denn die Generation Y/Ost hat die DDR nur im Kindesalter erlebt und vorwiegend so kennengelernt, wie sie ihre Elterngeneration die Zeit vor und nach dem Mauerfall erlebt hat. In Ostdeutschland waren das mitunter unruhige und verunsichernde Zeiten für die Generation Y. Im Westen hingegen waren die 90er Jahre vor dem Hintergrund von relativem Wohlstand und fallender Systeme für Jugendliche eher von Übermut in Musik und Kultur geprägt.

Neue Freiheiten ohne klare Orientierungen

Dabei war die ökonomische Lage auch im goldenen Westen durchaus nicht sorglos. Automatisierung und industrieller Wandel hatte zum Ende ganzer Branchen mit hoher Arbeitslosigkeit geführt, im Osten wurde gerade eine ganze Volkswirtschaft abgewickelt. Doch der Generation Y wurden in der Schulzeit blühende Landschaften im Haus Europa versprochen, mit Grenzen fielen auch alte Autoritäten, in der neuen Freiheit waren kaum Hürden zu sehen.

Familiärer Hintergrund oft nur noch funktional

Die Generation Y war deshalb überwiegend unpolitisch aber kreativ. Natürlich gab es weiterhin Ungerechtigkeit, Umweltzerstörung oder Kriege, - aber noch hatte sie die eigenen Spielräume gar nicht ausgereizt. Von ihren Eltern kannte die Generation Y ein Familien- und Berufsleben, das oftmals nur noch wenig mit häuslichem Glück zu tun hatte. Denn auch die Generation X hatte in den 90er Jahren Orientierungsprobleme zwischen persönlicher Freiheit, Jobrisiken und neuer Weltordnung. Materiell sorglos lebte die Generation Y allenfalls im Westen, eine traditionell behütete Kindheit fand bundesweit immer weniger statt.

Eine Generation erfindet sich selbst

So irritiert die Eltern, so orientierungslos waren viele Kinder in den 90er Jahren. Musikalische und modische Trends wechselten in schneller Folge und alles wurde nebeneinander toleriert, verschiedene Werte galten nur befristet und wurden relativ. Die Generation Y ist die erste, die fast vollständig mit der schnellen und allseitigen Verfügbarkeit von Internet und mobiler Kommunikation groß geworden ist.
Es sind Kinder einer Dienstleistungsgesellschaft, in der alles schnell aus dem Netz zu bekommen ist. Selbst Kochen, Nähen oder Putzen zählt nicht zu den Qualifikationen der Generation Y.

Freiheit zwischen Not und Tugend

Doch Freiheit bedeutet auch Selbstverantwortung, und die hat die Generation Y nur begrenzt gelernt. Deshalb erprobt sie sich ständig an immer neuen Herausforderungen. Freiheit kann auch ängstigen in einer neoliberalen Welt von hoher Arbeitslosigkeit und wenig gesellschaftspolitischen Gewissheiten. Die neue Weltordnung nach dem Anschlag von 2001 hat diese Skepsis in Werte und Institutionen nur bestärkt. Die Generation Y hat sich hervorragend an die geforderte Mobilität und Flexibilität in der zunehmend automatisierten Arbeitswelt angepasst. Doch diese Dynamik ist nur solange faszinierend, wie niemand zu ihr gezwungen wird.

Das Ego als einzig sichere Konstante

Die Reaktion der Generation Y auf dieses Umfeld im Wandel ist mehrgleisig: viele suchen das relative Glück wieder im Privaten mit erheblichen Konsumansprüchen. Die Generation Y ist beruflich sehr qualifiziert, doch nur ein Teil findet auch die passenden Jobs. Andere nutzen die neuen Freiheiten als Chance für Reisen, Start-ups und andere Erfahrungen. SMS und Whats App geben die Ungeduld einer Generation vor, die keine langfristigen Ziele hat.

Familie als eine Option neben anderen

Eine eigene Familie ist für die Generation Y meist kein Lebensziel, sondern eine Option neben anderen. Sie kann sich ergeben, muss aber nicht. Wenn sich die Egotaktiker für Verantwortung entscheiden, legen sie Wert auf egalitäre Strukturen und Gleichberechtigung, die ihnen eigene Freiräume lässt. Dabei werden auch neue Familienmodelle mit Väterzeit und ohne Trauschein erprobt, denn wie im Berufsleben gilt für diese neugierige Generation: nichts ist für ewig.

Herausforderung, Spaß und Eigenständigkeit im Beruf

Im Berufsleben führt dies zu unterschiedlichem Verhalten: der überwiegende Teil der Generation Y begreift den Job als Mittel zum Zweck. Nicht die Sinnhaftigkeit ist wichtig, sondern der Spaßfaktor und das Gehalt müssen stimmen, damit der Lebensstil finanziert werden kann. Andere haben auf ihrer Suche aber genau die faszinierende Idee gefunden, die sie jetzt ein Start-up gründen, einen Biohof betreiben oder an einem Computerspiel basteln lässt. Denn ein großer Teil der Generation Y legt Wert auf Eigenständigkeit und Spielräume bei der Work-Life-Balance.

Teamwork und soziale Kontakte sind wichtig

In Betrieben schätzen die Millennials eher flache Hierarchien und Teamarbeit, wobei auch hier genügend Raum für einen eigenständigen Beitrag bestehen sollte. Mit wenig Konstanten aufgewachsen, ist die suchende Generation Y gut im Improvisieren. Chancen werden taktisch bewertet und möglichst viele Optionen offengelassen. In Verbindung mit guter Ausbildung und der Technik-Affinität der Generation Y führt dies oft zu sehr kreativen Mitarbeitern.

Alles, nur keine Langeweile

Loyalität ist von der Generation Y kaum zu erwarten. Für ihre Flexibilität ist lebenslanges Lernen selbstverständlich. Wenn ein Arbeitsplatz keine Herausforderung mehr ist, die Faszination verliert oder die eigene Work-Life-Balance beschneidet, zieht die Generation Y gern weiter. Trotz hoher Konsumerwartungen und mitunter teurem Lifestyle ist Prestige und Lebensstandard kein Ziel der Generation Y. Ihre Feinde sind Stillstand und Langeweile. Deshalb ist die Generation Y stets online, denn es könnten sich jederzeit neue Optionen ergeben.

Generation Y fordert im Berufsleben Herausforderungen und Respekt

Etwa ein Drittel der Beschäftigten in deutschen Betrieben stammt aus der Generation Y. Es sind oft rastlose selbstbewusste Mitarbeiter, die sich gelegentlich überschätzen. Aber sie sind hochqualifiziert, kommunikativ und kreativ. Allerdings verlangen Sie dafür Herausforderungen, Spielräume und Respekt, die ihren persönlichen Lebensstil ermöglichen. Bietet ein Unternehmen diese Rahmenbedingungen, erbringt die Generation Y oft hervorragende Leistungen, schließlich betrachtet sie die Aufgabe meist als persönliche Herausforderung.

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