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Baby-Boomer und Generationen X, Y und Z:

Wie kooperieren verschiedene Generationen mit Ihren Persönlichkeiten am Arbeitsplatz?

Früher war nicht alles einfacher. Zu unterschiedlichen Zeiten sozialisierte und geprägte Arbeitnehmer trafen schon immer in Unternehmen zusammen. Verschiedene Erfahrungen, Erwartungen und Ziele mussten sich in die Erwartungen des Unternehmens mehr oder weniger einfügen. Dabei spielte das gesellschaftspolitische Umfeld und die Arbeitsmarktlage stets eine Rolle bei der Frage, wie offensiv die Arbeitnehmer ihre jeweiligen Erwartungen auch an das Unternehmen herantragen.

Prägende Erfahrungen beeinflussen die Erwartungen

Prägende Einflüsse auf die Generationen wechseln sich immer schneller ab. Wenn wir die Beschäftigten der vergangenen 70 Geburtsjahrgänge grob nach Ihren Erfahrungs- und Erwartungshorizonten unterteilen, treffen in einem Unternehmen heute sehr unterschiedliche Persönlichkeiten als Beschäftigte aufeinander. Die Übergänge der Generationen sind zwar fließend, entscheidend für eine „Generation“ sind nicht jeweils 18 Lebensjahre, sondern ähnliche Soziokulturelle Hintergründe.

Nur wer sich sicher fühlt, stellt Forderungen

Dabei spielt das individuelle Sicherheitsgefühl für das Verhalten am Arbeitsplatz eine wichtige Rolle. Wer sich keine existenziellen Sorgen macht, kann seine Interessen am Arbeitsplatz unbefangener vertreten. Die Interessen und Ansprüche speisen sich aus den ökonomischen Standards der jeweiligen Generation. Das betrifft nicht nur materielle Ansprüche an den Arbeitgeber, sondern auch Erwartungen an Arbeitszeit, Ausstattung des Arbeitsplatzes, Mitbestimmung, Kommunikation und Spaß bei der Arbeit.

Individuelle Interessen lösen Pflichtgefühl ab

Hier treffen vielerorts sehr unterschiedliche Arbeitsbegriffe aufeinander: während für die Generation der Babyboomer Arbeit meist eine notwendige Pflicht zur Sicherung des Privatlebens ist, achtet die Generation X mehr auf einen Einklang der Tätigkeit mit persönlichen Interessen und der dazu nötigen Freizeit. Für die Generation Y steht die individuelle Selbstverwirklichung noch mehr im Vordergrund: die Arbeit soll Spaß machen, nicht langweilen, Entwicklungschancen bieten und gut bezahlt sein.

Flexibilität und Brüche schwächen Loyalität

Sinn oder Unsinn der Arbeit sind zweitrangig, eine Loyalität zum Unternehmen wird mit abnehmendem Alter der Beschäftigten immer geringer. Schließlich hat die Generation Y gelernt, dass ein Arbeitsplatz nicht ewig währt, Brüche zur Karriere gehören und Flexibilität am Arbeitsmarkt gefragt ist. Individualität hat solidarische Arbeitsstrukturen verdrängt.

Ansprüche wachsen, Beruf darf dabei nicht stören

Ähnlich unpolitisch wie einst die Baby-Boomer betrachtet auch die Generation Z den Arbeitsmarkt. Allerdings ist ihre Fortschrittsgläubigkeit durch viele Krisen in der unübersichtlichen Globalisierung gedämpft. Arbeit wird wieder als notwendiges Übel zum Lebensunterhalt verstanden. Persönliche Überzeugungen spielen dabei kaum eine Rolle. Allerdings soll der Beruf nicht zu viel Zeit beanspruchen und trotzdem gut bezahlt sein, denn die Konsumerwartungen der behütet aufgewachsenen Generation Y sind hoch.

Dienstleistungen verdrängen Produktion

Begleitet wird dieser Prozeß von einem Strukturwandel am Arbeitsmarkt und in den Bildungs- und Ausbildungssystemen: Die Bundesrepublik hat sich mit einem starken produzierenden Gewerbe in den 50er- und 60er-Jahren wieder auf dem Weltmarkt etabliert. In den 70er Jahren beginnt der Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft, viele traditionelle Branchen brechen ab den 80er Jahren weg, Spezialisierung, High Tech und zunehmend virtuelle Dienstleistungen bestimmen seitdem den deutschen Arbeitsmarkt.

Bildung steigt, Orientierungslosigkeit ebenso

Parallel sind traditionelle Ausbildungsberufe im Handwerk rückläufig, das Bildungsniveau ist gestiegen, das Abitur fast zum Standard für viele Ausbildungen geworden. Nie haben so viele Menschen in Deutschland studiert, gleichzeitig sinkt aber das Niveau der Abschlüsse. Die persönliche Orientierung hält auch mit dem erweiterten Horizont durch das Internet nicht Schritt.

Globalisierung verunsichert und eröffnet Chancen

Daraus resultieren hohe persönliche Ansprüche der Generationen Y und Z bei gleichzeitiger Verunsicherung über die eigenen Ziele und begrenzter Leistungsbereitschaft. In der Generation Z gibt es sowohl die Rückbesinnung auf das kleine häusliche Glück, als auch viele innovative Geister, die die Globalisierung als persönliche Chance verstehen.

Was müssen Unternehmen diesen unterschiedlichen Ansprüchen bieten?

In den folgenden Blogbeiträgen möchten wir die Perspektiven der einzelnen Generationen näher beleuchten und herausarbeiten, welche Anforderungen dieser Erwartungsmix an Arbeitgeber und Arbeitsplätze heute und in der Zukunft stellt. Denn es geht hier nicht um Zukunftsmusik. Babyboomer sowie die Generation X und Y bestimmen derzeit die Personalstruktur deutscher Unternehmen. Der demografische Wandel zeigt, dass der heutige Fachkräftemangel nur der Anfang einer Entwicklung ist, bei der Unternehmen ihren Beschäftigten in Zukunft deutlich mehr entgegenkommen müssen, damit sich sowohl qualifiziertes als auch von der passendes Personal für sie entscheidet.

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